Historie
Die Freiwillige Feuerwehr Oyten wurde im Jahre 1897 gegründet. Es bestand allerdings
schon seit dem Jahre 1861 ein Feuerlöschwesen in Oyten. Während der Gründung meldeten
sich bereits mehr als 40 Männer. Der damalige Vorstand bestand aus einem Hauptmann,
einem stellv. Hauptmann sowie vier Zugführern. Hauptmann war der damalige Gemeindevorsteher
Bösche Meyer. Der Fuhrpark umfaßte damals eine Handdruckspritze sowie einen
Schlauchwagen. Bereits im Jahre 1925 wuchs die Mitgliederzahl auf 70 Feuerwehrmänner.
Im Jahre 1927 wurde eine neue leistungsstarke und moderne Motorspritze angeschafft. Es
war die erste Motorspritze im Landkreis Verden. Hierdurch wurde auch eine Erneuerung des
vorhandenen Spritzenhauses notwendig. Ebenfalls im Jahre 1927 wurde ein Spritzenverband
Oyten gebildet. Er setzte sich aus den Gemeinden Oyten, Oyterdamm, Meyerdamm, Sagehorn
und Bockhorst zusammen.
Aufgrund der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahre
1933 mußte der amtierende Hauptmann Bösche Meyer im Jahre 1934 sein Amt aus Altersgründen
niederlegen. Sein Nachfolger wurde Johann Ellmers Im Jahre 1936 konnte der
Fuhrpark durch einen Zug- bzw. Mannschaftswagen erweitert werden. Um den Übungs- und
Ausbildungsdienst in allen Wehren zu intensivieren, führte man sog. Wettkämpfe durch.
Im Jahre 1939 konnte unsere Wehr bereits den 1. Platz belegen.
Im Jahre 1941 wurde unsere Wehr nach einem Luftangriff in Bremen zum Löscheinsatz eingesetzt. Ebenfalls nach einem
Luftangriff im Jahre 1943 in Hamburg. Nach Kriegsende war unser Gerätehaus leer. Man
schaffte durch Beziehungen zu den Hansa-Lloyd-Werken eine tragbare Motorspritze an.
Danach wurde der Fuhrpark durch ein kreiseigenes beschädigtes Löschgruppenfahrzeug
(LF 15) und durch ein herrenloses Löschgruppenfahrzeug (LF 8) aus der Gemarkung
Bassen aufgestockt.
1947 konnte die Freiwillige Feuerwehr Oyten ihr 50-jähriges Bestehen
feiern. Dieses Jubiläum verband man mit Wettkämpfen. Es stellte sich heraus, daß das
aufgefundene Löschgruppenfahrzeug (LF 8) der Stadt Bersenbrück gehörte. Es mußte im
Frühjahr 1950 zurückgegeben werden. Das erste neue erworbene Löschgruppenfahrzeug
mit einer Vorbaupumpe und einer neuen tragbaren Motorspritze wurde im Jahre 1956 in
Dienst gestellt.
Im November 1961 wurde das 100-jährige Jubiläum des Feuerlöschwesens
in Oyten gefeiert. 1962 riß man das alte Gerätehaus ab. Das neue Feuerwehrhaus wurde erst
im Jahre 1965 eingeweiht. Bei der Einweihung erhielten wir auch noch ein modernes Tanklöschfahrzeug
(TLF 16 T). Bereits im darauffolgenden Jahr erhielten wir von der Gemeinde
einen VW-Bus als Mehrzweckfahrzeug. Ebenfalls im Jahre 1966 übergab aus Altersgründen
der damalige Gemeindebrandmeister Johann Ellmers sein Amt an seinen langjährigen Stellvertreter
Helmut Mindermann. Als Teil der Kreisfeuerwehrbereitschaft wurde uns durch den
Landkreis Verden ein Pulverlöschanhänger P 250 übergeben. Im Jahre 1967 hielt eine Serie
von Großbränden in Oyten und Umgebung die Bevölkerung und vor allem die Feuerwehren
in Atem.
Am 22. Mai 1971 fand das Jubiläum "110 Jahre Feuerlöschwesen in Oyten" statt.
Es belegten die beiden Wettkampfgruppen den ersten und zweiten Platz und nahmen somit am
Bezirkswettkampf in Bremervörde teil. Der stellv. Gemeindebrandmeister Diedrich Biesewig
legte aus Altersgründen sein Amt nieder. Zu seinem Nachfolger wurde der Kamerad Johann
Ellmers jun. gewählt.
Nach der Gebietsreform im Jahre 1972 trat auch im Feuerwehrwesen
der Gemeinde Oyten eine Änderung ein. Die Ortsteile Bassen und Oyten wurden zusammengeschlossen.
Die Großgemeinde verfügte jetzt über zwei Wehren, die von je einem Ortsbrandmeister
geführt werden. Für die Gesamtfeuerwehr war nun der Gemeindebrandmeister
Helmut Mindermann verantwortlich. Sein Stellvertreter war der Kamerad Hinrich Cyriaks
aus Bassen.
Nach 18 Dienstjahren wurde das Löschgruppenfahrzeug (LF 8 - Opel) durch ein
modernes Löschgruppenfahrzeug (LF 8 - Mercedes), das noch heute seinen Dienst tut, ersetzt.
Das Jahr 1975, in Niedersachsen das Jahr der größten Wald- und Heidebrände, war bei uns
das Jahr der Moorbrände. 1976 erhielten wir durch die Gemeinde einen neuen Mannschaftstransportwagen
(MTW). Für die technische Ausrüstung zur Rettung von Personen aus verunfallten
PKW erhielten wir von den Firmen Küsel und B. Renne eine Rettungsschere, Spreizer
und einen Hebekissensatz.
1977 stellte der damalige Gemeindebrandmeister und Ortsbrandmeister Helmut Mindermann
das Amt des Ortsbrandmeisters zur Verfügung. Zu seinem Nachfolger wurde Johann Ellmers
jun. gewählt. Helmut Mindermann blieb weiterhin Gemeindebrandmeister und stellv. Kreisbrandmeister.
Zum stellv. Ortsbrandmeister wurde der Kamerad Ernst Grefe gewählt. Unsere
Einsatzfahrzeuge waren nun alle mit Funkgeräten ausgerüstet und die Alarmierung erfolgte
jetzt durch die neue Rettungs- und Feuerwehrleitstelle in Verden. Die Hilfeleistungseinsätze
nahmen aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommen auf der Bundesautobahn A1 zu. Unser
heutiges Löschgruppenfahrzeug (LF 8) war durch die Hilfeleistungsgeräte überladen, so daß
die Anschaffung eines Gerätewagens mit Zusatzbeladung (GW-Z) unumgänglich war. Im
Jahre 1982 konnten wir dieses Fahrzeug in Dienst stellen.
1986 wurde dann der Grundstein für unser jetziges Feuerwehrhaus gelegt und im Jahre 1987 konnten wir den Neubau beziehen.
Im Oktober 1987 wurde Helmut Mindermann nach Erreichen der Altersgrenze aus dem aktiven
Dienst verabschiedet. Sein Nachfolger wurde Johann Ellmers jun., der dadurch sein Amt als
Ortsbrandmeister aufgab. Neuer Ortsbrandmeister war nun Hermann Mindermann. Ebenfalls
im Jahre 1987 kam der Gedanke auf, eine eigene Fahne anzuschaffen. Der Kamerad Gerd
Fischer legte eine Spendenliste an und zeigte sich hier besonders engagiert. Im Frühjahr 1988
wurde dann unsere Fahne durch den damaligen Kreisbrandmeister Hermann Alhusen geweiht.
Bei den vielen Einsätzen der folgenden Jahre war ein Rückgang der Moorbrände zu verzeichnen.
Dagegen nahmen die Hilfeleistungseinsätze weiter zu. Ende der achtziger, Anfang neunziger
Jahre hatten wir mehrere Großbrände im Gewerbepark zu verzeichnen. 1992 erhielten wir durch
die Gemeinde einen Einsatzleitwagen (ELW 1). Der alte Mannschaftstransportwagen (MTW)
wurde durch einige Kameraden in Eigenleistung zum Gefahrgutfahrzeug umgebaut. Auch in
diesem Jahr zeigte unser Tanklöschfahrzeug (TLF 16 T) nach 27 Jahren "Alterserscheinungen".
Im Jahre 1994 erhielten wir dann ein neues, modernes Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25). Unsere
Wehr genoß bei der Bevölkerung sowie bei Rat und Verwaltung stets ein hohes Ansehen, sicher
aufgrund unserer Leistungen im Ernstfall, wie auch bei Wettbewerben.
1997 konnten wir unser 100-jähriges Bestehen mit der Bevölkerung feiern. Die Freiwillige Feuerwehr Oyten hat eine
Stärke von 80 aktiven Kameraden. Die Alarmierung erfolgt über Funkmeldeempfänger durch
die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle in Verden. Wir besitzen 55 Funkmeldeempfänger, die
in zwei Schleifen bzw. Gruppen aufgeteilt sind. Der Wechsel findet monatlich statt. Das Einsatzaufkommen
beträgt im Jahr zwischen 50 und 70 Alarmierungen, was bedeutet, daß wir im
Durchschnitt mehr als einmal in der Woche zu einem Einsatz gerufen werden. Das größte
Ereignis im Jahre 99 war die Ernennung zur Schwerpunktfeuerwehr und die Übergabe des
neuen Löschgruppenfahrzeugs LF 16 / 12 und eines Tragkraftspritzenanhänger. Da die
Einwohnerzahl der Gemeinde Oyten 15.000 überschritten hat, ist die Einrichtung einer
Schwerpunktfeuerwehr erforderlich.
Im Jahre 2000 feierte der Kreisfeuerwehrverband
Verden sein 50-jähriges Jubiläum. Bei den Kreisleistungswettbewerben in Verden konnte
sich die Wettbewerbsgruppe wieder für den Bezirksentscheid qualifizieren. Im Jahre 2000
wurden wir zu 65 Einsätzen alarmiert. Sie teilten sich auf in 31 Technische Hilfeleistungen,
15 Brände und 7 nicht mehr ausgerückten Alarmierungen. Im Jahre 2001 war das herausragenste
Ereignis die Übergabe der Drehleiter DLK 18/12. Im November nahmen neun
Feuerwehrkameraden an einer Einweisung bei der Fa. Metz in Karlsruhe teil und brachten
am 23. November 2001 die Drehleiter mit nach Oyten zurück.
Im Dezember 2001 fand dann unter größter Beteiligung die Übergabe der Drehleiter statt. Als weiteres großes Ereignis
verzeichnen wir die Gründung einer Jugendfeuerwehr. Die Jugendfeuerwehr Oyten wurde
am 18. August 2001 unter der Mitwirkung von bis zu heute 23 aktiven Kindern. Die Leitung
übernahm der Jugendfeuerwehrwart Detlef Barnstedt, sein Stellvertreter ist der Kamerad
Rainer Wallat. Ihnen stehen weiter fünf Kameraden zur Verfügung. In den Jahren 2002 und
2003 nahm die Jugendfeuerwehr an diversen Veranstaltungen (Wettbewerbe, Orientierungsmärsche,
Quizturniere und Sportveranstaltungen) innerhalb und außerhalb des Landkreises
teil. Die Jugendfeuerwehr besteht im Jahre 2004 aus ca. 40 Mitgliedern.
Im Februar 2004 wurde uns ein neues Einsatzfahrzeug (Mannschaftstransportfahrzeug) übergeben. Finanziert
wurde dieses Fahrzeug zur Hälfte aus Spenden örtlicher Firmen, Privatpersonen und
Selbstständigen sowie der Gemeinde Oyten. Es handelt sich hier um einen Volkswagen -
Transporter. Das Fahrzeug dient nicht nur den aktiven Feuerwehrkameraden sondern auch der
Jugendfeuerwehr. Ebenfalls wurde der langjährige Ortsbrandmeister Hermann Mindermann in
den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Er hat das 62. Lebensjahr erreicht und muss somit
in den passiven Feuerwehrdienst überwechseln. Als seinen Nachfolger wählte die Ortsfeuerwehr
seinen Stellvertreter Volker Ellmers. Neuer stellvertretender Ortsbrandmeister ist jetzt Jens
Rebers.
Am 02. April 2004 konnte die Jugendfeuerwehr einen eigenen Wimpel (Fahne)
übernehmen. Dieser wurde zum größten Teil durch Spenden finanziert. Im Juli 2004
unternahmen einundzwanzig Kinder der Jugendfeuerwehr eine einwöchige Fahrt (Zeltlager)
nach Kelbra - Harz. Die Mitgliederzahl der aktiven Kameraden beträgt zurzeit 64 Mitglieder.
In der Altersabteilung (ab 62 Jahre) versehen ca. 22 Kameraden ihren Dienst.
Am 14. August 2004 fand der diesjährige Gemeindeleistungswettbewerb mit dem Flecken Ottersberg in
Fischerhude statt. Am Kreisleistungswettbewerb des Landkreises Verden, der am 22. August
2004 in Verden stattfand, nahmen wir ebenfalls mit einer Gruppe teil. Hier erreichten wir leider
nur den dritten Platz. Die ersten zwei Platzierten nehmen am Bezirksentscheid teil.
Im Jahre 2004 wurden wir zu 45 Einsätzen gerufen. Dies ist ein bedeutender Rückgang gegenüber den
Vorjahren.
Zu einem einwöchigem Zeltlager in der Nähe von Büsum fuhren ca. zwanzig Jugendliche der Jugendfeuerwehr
im Sommer 2005. Die Fahrt wurde mit den Jugendfeuerwehren aus Bierden und Uphusen unternommen. Trotz des verregneten Aufenthalt
genossen die Kinder die Woche und hatten viel Spaß. Es wurden viele Besichtigungstouren
sowie diverse Spielveranstaltungen durchgeführt.
Im August 2005 besuchte eine Delegation
der Partnergemeinde Dunapataj unser Feuerwehrhaus mit dem dazugehörigen Fuhrpark.
Zu Einsätzen wurden wir im laufenden Jahr 47 Mal alarmiert.

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| Clemens Heitmann, Claus Fischer, Volker Krause, Marcus Pucks, Jürgen Köster, Ralf Rau, Cornelius Traupe, Arne Mahlecke, Alf Hoheisel, Gerd Ellerms, Axel Beyersdorf |
| Andreas Gotthardt, Jörg Kirsch, André Hasch, Claus Erasmy, Markus Klaus, Volker Rowohlt, Tobias Schone, Heiner Burchard, Nils Geßler, Heiko Lindhorst |
| Volker Jaentsch, Uwe Ulrich, Markus Siebels, Sören Werner, Michael Hiller, Heinz Köster, Achim Reumschüssel, Hermann Bischoff, Hans-Jürgen Asendorf, Maik Kimmig |
| Detlef Banrstedt, Florian Ahnemann, Stefan Brüns, Andreas Reimann, Mirco Hemmerich, Bernd Bischoff, Michael Bohlmann, Helmut Rotermund, Alexander Dröge, Rainer Wallat |
| Uwe Johannesmann, Dennis Böhme, Philip Triebel, Timo Coors, Hermann Biesewig, Günter Grefe, Karl Heinz Brandt, Heinrich Brockmann, Frank Bartel, Helmut Borowski, Heinrich Schwarmann |
| Eckhard Elfers, Hermann Mindermann, Hermann Cordes, Alfred Bruns, Heinz-Hermann Gerken, Bernhard Gerken, Hans-Hermann Meinke, Fritz Sedat, Hermann Grashoff, Johann Borstelmann, Claus Elfers |
| René Braber, Marcin Salwowski, Johannes Grote, Hermann Rowohlt, Gerd Fischer, Hans-Hermann Mindermann, Volker Ellmers, Bernhard Gotthardt, Jens Rebers, Johann Ellmers, Alfred Elfers, Siegfried Esselmann |
| Dennis Johannesmann, Marco Dietrich, Andreas Dröge, Dorothea Dröge, Julia Kevell, Max Barnstedt, Torben Jaentsch, Jörn Rebers, Maik Luehsen, Florian Schele, Robin Masemann, Jan Sanders |
| Timo Wallat, Sebastian Erasmy, Marco Rebers, Alexander Künne, Adrian Sanders, Hendrik Cordes, Marcel Rehmet, Florian Radtke |